Glossar · Aktualisiert am 26. Juli 2026
Rentenrevision: Wann prüft die IV meine Rente neu?
Kurze Antwort: Bei einer Rentenrevision prüft die IV-Stelle periodisch, ob sich Ihr Gesundheitszustand oder Ihre Erwerbssituation seit der letzten Verfügung wesentlich verändert hat – und passt die Rente entsprechend an, führt sie unverändert weiter oder hebt sie auf (Art. 17 ATSG).
Wie läuft eine Revision ab?
- Die IV-Stelle schickt Ihnen einen Fragebogen zu Gesundheitszustand, Behandlung und allfälliger Erwerbstätigkeit.
- Je nach Antworten folgen weitere medizinische oder berufliche Abklärungen, teils auch eine neue Haushaltsabklärung.
- Die IV-Stelle berechnet den IV-Grad neu.
- Bei einer relevanten Änderung erhalten Sie einen Vorbescheid mit 30 Tagen Frist für Einwände, bevor die neue Verfügung rechtskräftig wird.
Was gilt als «wesentliche Veränderung»?
Nicht jede kleine Schwankung führt zu einer Anpassung. Massgebend ist eine Veränderung des IV-Grads, die den Rentenanspruch tatsächlich verändert – z. B. der Wechsel von einer ganzen zu einer Teilrente oder umgekehrt. Bei einer Verbesserung durch medizinische Behandlung oder Wiedereingliederung kann die Rente reduziert oder aufgehoben werden; bei einer Verschlechterung kann sie erhöht werden.
- Fragebogen ernst nehmen und wahrheitsgetreu, aber vollständig ausfüllen – auch Verschlechterungen erwähnen.
- Ärztliche Berichte aktuell halten, damit die IV-Stelle ein realistisches Bild erhält.
- Bei Zweifeln am Vorbescheid unbedingt innert 30 Tagen schriftlich Einwände erheben.
- Wiedereingliederungsversuche nicht aus Angst vor einer Rentenkürzung vermeiden – die IV kennt Schutzmechanismen wie die dreijährige Besitzstandsgarantie bei Wiedereingliederungsversuchen (Art. 32 IVG).
Verwandte Begriffe
IV-Rente · IV-Grad · Vorbescheid · Verfügung & Einsprache